Sie befinden sich hier: > Inhalt > Hosinsul > Verteidigung gegen Angriffe von hinten
Inhalt | Autor | Allgemeines | Grundtechniken | Poomse | Taeryon | Bruchtest | Hosinsul | Gymnastik | Wissen | Fotos | Videos | Links | Trainingsstätten

 

Verteidigung gegen unbewaffnete Angriffe von hinten:

Die hier aufgeführten Verteidigungen gegen unbewaffnete Angriffe von hinten sind die Grundlagen des Hosinsul.

Es gibt noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten. Diese hier alle Aufzuführen, würde den Rahmen sprengen und sich in das unermessliche Ausweiten.

Die hier aufgeführten Verteidigungen wurden ausgewählt, weil sie wirkungsvoll, variationsreich und einfach auszuführen sind.

 

Der Gegner greift von hinten mit der rechten Hand in die Haare:

Abwehr:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger presst mit seinen Händen die Hand des Gegners auf seinem Kopf fest.

2. Er dreht sich zu der Daumenseite der gegnerischen Hand nach hinten um, also eine Drehung unter der Hand des Gegners nach links, und führt den Kopf dabei so tief, dass er die Hand des Gegners am Kopf festhalten kann. Die Fingerkuppen der gegnerischen Hand zeigen nun nach unten. Steht der Verteidiger frontal zum Gegner, so richtet er sich auf und drückt mit seinem Kopf nach vorn, so dass ein Handgelenkshebel an dem gegnerischen Handgelenk einsetzt.

3. Nun führt der Verteidiger einen ap-chagi, oder tollyo-chagi zum Körper des Gegners aus.

4. Der Verteidiger löst sich vom Gegner, entfernt sich und nimmt die Kampfstellung ein.

 

 

Der Gegner greift mit der rechten Hand von hinten in das Revers:

Abwehr:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger greift mit beiden Händen sein Revers und zieht daran, damit die Hand des Gegners in dem Revers eingeklemmt wird.

2. Nun dreht der Verteidiger sich nach links um, druckt seinen Kopf ab und führt ihn unter dem gegnerischen Arm durch, so dass der gegnerische Arm jetzt an der rechten Halsseite liegt.

3. Der Verteidiger greift mit der linken Hand von oben auf den Handrücken der gegnerischen Hand und ergreift diese von der Kleinfingerseite und hält die Hand dort fest. Gleichzeitig beugt der Verteidiger seinen rechten Arm und führt den Arm über den Arm des Gegners, so dass der Ellenbogen kurz vor dem Ellenbogen des gestreckten gegnerischen Armes liegt.  Die Hüfte wird nach vorn verdreht. Die rechte Hand erfasst ebenfalls die Hand des Gegners. Nun dreht der Verteidiger die Hand des Gegners so weit nach links, dass der Ellenbogen des gegnerischen Armes diagonal nach links oben zeigt und presst seinen Arm auf den Arm des Gegners, so dass der Arm des Gegners zwischen der rechten Körperseite und dem Arm des Verteidigers eingeklemmt ist. Der Ellenbogen des gegnerischen Armes muss frei liegen. Jetzt drückt der Verteidiger mit Einsatz der Hüfte den Arm des Gegners diagonal nach rechts hinten unten, so dass in dem Ellenbogengelenk des Gegners ein Hebel entsteht. Zusätzlich kann der Verteidiger einen Handgelenkshebel ansetzen, indem er von oben auf den Handrücken der gegnerischen Hand drückt.

3. Der Gegner kann so vom Verteidiger gehalten werden, oder er löst den Griff, entfernt sich vom Gegner und nimmt die Kampfstellung ein.

 

 

Der Gegner greift von hinten mit seinem rechten Arm zum Hals und umklammert diesen:

Abwehr 1. der Gegner hat noch nicht zugezogen:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger hat seinem linken Unterarm als Schutz vor den Hals geschoben, bevor der Gegner seinen Griff zuziehen konnte.

2. Der Verteidiger ergreift sofort mit der linken Hand den Unterarm des Gegners und greift mit der rechten Hand den Oberarm des Gegners. Nun dreht sich der Verteidiger diagonal nach hinten recht unter dem Arm des Gegners aus dem Griff heraus und stellt sich sofort hinter den Gegner, drückt den Unterarm des Gegners nach oben, der Arm des Gegners muss gebeugt sein und auf den Rücken des Gegners zu, so dass ein Hebel entsteht.

3. Jetzt tritt der Verteidiger sofort mit dem rechten Fuß in die Kniekehle des rechten oder linken Beines des Gegners, so dass der Gegner in den Beinen einknickt und zu Fall kommt. Den rechten Fuß zieht der Verteidiger wieder zurück, damit er nicht in der Kniekehle des Gegners eingeklemmt wird.

4. Der Gegner kann so vom Verteidiger gehalten werden (oder Festhaltetechnik ausführen), oder er löst den Griff, entfernt sich vom Gegner und nimmt die Kampfstellung ein.

 

 

Abwehr 2. der Gegner hat den Griff angesetzt:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger verlagert seinen Schwerpunkt sofort nach unten, indem er eine tiefere Stellung einnimmt. Er drückt sein Kinn auf die Brust.

2. Mit der linken Faust schlägt er nach hinten zum Kopf des Gegners anschließend führt er mit dem rechten Ellenbogen einen Stoß nach hinten aus.

3. Nun erfasst der Verteidiger, indem er sich nach hinten steckt mit der linken Hand das Kinn des Gegners, gleichzeitig greift er mit der rechten Hand nach hinten und greift dem Gegner weit oben von hinten in die Haare. Nun zieht der Verteidiger mit der rechten Hand und drückt mit der linken Hand, so dass er den Kopf des Gegners diagonal nach rechts vorn unten herunterzieht (Genickdrehhebel). Der Genickdrehhebel wird bis zum Boden weitergeführt.  (Den Genickdrehhebel langsam und vorsichtig ausführen, um den Trainingspartner nicht zu verletzen!)

4. Der Verteidiger löst den Griff, entfernt sich vom Gegner und nimmt die Kampfstellung ein, oder führt eine finale Technik aus.

 

 

Der Gegner nimmt den Verteidiger in den sog. Doppelnelson:

Abwehr:

1. Mit dem rechte Fuß tritt der Verteidiger auf den rechten Fuß des Angreifers (Ablenkung). Der Verteidiger stemmt seinen Kopf gegen den Druck der gegnerischen Hände und greift mit beiden Händen zu den Händen des Gegners.

2. Er sucht sich schnell einen Finger, den er hebeln kann, um den Griff zu lösen. Hat der Verteidiger einen Finger gelöst, so hebelt er den Finger zur Seite nach unten und dreht sich sofort zu der Seite raus, wo er den Finger hebelt.

3. Er dreht sich zum Gegner um und führt eine Kontertechnik aus (Hand- oder Fußtechnik).

4. Der Verteidiger löst den Griff, entfernt sich vom Gegner und nimmt die Kampfstellung ein.

 

 

Der Gegner umklammert den Verteidiger von hinten über den Armen:

Abwehr:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger verlagert seinen Schwerpunkt sofort nach unten, indem er eine tiefere Stellung einnimmt.

2. Nun holt er tief Luft und führt seine Handflächen vorn zusammen und sprengt den Griff, indem er seine Arme nach vorn schiebt unter Zuhilfenahme der Atemtechnik und des Prinzips des Kreises und des Flusses (mit Ki-Technik). Sobald der Griff gelockert ist, sofort links und rechts einen Ellenbogenstoß nach hinten in den Körper des Gegners ausführen.

4. Der Verteidiger löst sich vom Gegner, entfernt sich und nimmt die Kampfstellung ein.

Sollte die Ki-Technik noch nicht so gelingen, so greift man mit einer Hand nach hinten in den Unterleib und .... und löst so den Griff. Sobald der Griff gelockert ist, sofort links und rechts einen Ellenbogenstoß nach hinten in den Körper des Gegners ausführen, sich vom Gegner entfernen und die Kampfstellung einnehmen.

 

 

Der Gegner umklammert den Verteidiger von hinten unter den Armen, dabei liegt die linke Hand des Gegners oben:

Abwehr:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger schlägt mit den Knöcheln der rechten Hand auf die obere linke Hand des Verteidigers, oder reibt die Knöchel auf dem Handrücken der gegnerischen Hand. Der Gegner wird sofort seinen Griff lösen.

2. Der Verteidiger ergreift sofort die linke Hand des Gegners auf dem Handrücken und zieht diese lang nach vorn. Er klemmt den linken Arm des Gegners mit seinem linken Arm an seiner linken Körperseite fest, so dass der Gegner den Arm nicht herausziehen kann. Sofort hebelt er die linke Hand des Gegners , indem er von vorn auf den Handrücken drückt und die Handfläche des Gegners somit gegen den Unterarm des Gegners drückt. Der Verteidiger ergreift mit der linken Hand sein eigenes rechtes Handgelenk, ohne den Druck auf den eingeklemmten Arm zu vernachlässigen.

3. Hat der Verteidiger den Gegner so im Griff, so dreht der Verteidiger sich nach links um, so dass der Gegner sich nach vorn überbeugen muss, damit sein Arm nicht bricht. Die  Bewegung des Gegners steuert der Verteidiger mit der Hüfte. Bei dem Umdrehen muss der Verteidiger den Oberkörper zunächst etwas nach hinten abknicken und dann wieder nach vorn nehmen, damit der Gegner sich nach vorn überbeugt.

4. Der Gegner kann so vom Verteidiger gehalten werden, oder er löst den Griff, entfernt sich vom Gegner und nimmt die Kampfstellung ein.

 

 

Der Gegner greift von hinten beide Handgelenke:

Abwehr:

1. Der rechte Fuß des Verteidigers steht hinten. Der Verteidiger streckt seine Finger und geht nach vorn, so dass Zugspannung auf den Händen des Gegners liegt. Die Spannung muss während der folgenden Aktion erhalten bleiben.

2. Der Verteidiger  führt nun seine rechte Hand mit den Fingerspitzen zuerst von oben über sein eigenes linkes Handgelenk und dreht sich gleichzeitig nach rechts um. Der Griff des Gegners wird so gelöst.

3. Kommt der Gegner weiter auf den Verteidiger zu, so führt der Verteidiger eine Hand- oder Fußtechnik als Kontertechnik aus.

4. Der Verteidiger löst sich vom Gegner, entfernt sich und nimmt die Kampfstellung ein.

 

 
 
     
 

Inhalt | Autor | Allgemeines | Grundtechniken | Poomse | Taeryon | Bruchtest | Hosinsul | Gymnastik | Wissen | Fotos | Videos | Links | Trainingsstätten

 

Copyright © 1996 - 2001
Thomas Stemmermann
Alle Rechte vorbehalten.